
UMG und BAYPAT stärken Transfer von medizinischen Innovationen
Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und BAYPAT gehen eine langfristige strategische Partnerschaft ein. Ziel der Zusammenarbeit ist es, medizinische Innovationen aus der Forschung schneller in die industrielle Entwicklung und damit in die Patientenversorgung zu bringen. Damit treibt die UMG den Technologietransfer als ihren vierten strategischen Schwerpunkt maßgeblich voran.
Neben Forschung, Lehre und Krankenversorgung bildet der Technologietransfer einen vierten strategischen Schwerpunkt der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Denn wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Forschung sollen nicht im Labor bleiben, sondern möglichst schnell ihren Weg in die klinische Anwendung finden – in Form neuer Therapien, diagnostischer Verfahren, Medizinprodukte oder digitaler Gesundheitslösungen.
Um diesen Transfer zu beschleunigen, geht die UMG eine langfristige strategische Partnerschaft mit der BAYPAT ein, der Patent- und Vermarktungsagentur der bayerischen Universitäten und Hochschulen. Ziel ist es, vielversprechende Life-Science-Innovationen aus der UMG gezielt weiterzuentwickeln und schneller mit geeigneten Unternehmen und Investoren zusammenzubringen.
„Unsere Aufgabe endet nicht mit einer wissenschaftlichen Entdeckung. Forschung entfaltet ihren größten Nutzen darin, wenn neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten für Patient*innen entstehen“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Brück, Sprecher des Vorstandes und Vorstand Forschung und Lehre der UMG.
„Mit der BAYPAT haben wir einen erfahrenen Partner gewonnen, der unsere Expertise im Technologietransfer ergänzt und uns dabei unterstützt, vielversprechende Innovationen gezielt in Richtung Kooperationen mit der Industrie weiterzuentwickeln.“
Forschung soll nicht im Labor enden
Unternehmen aus der Pharma-, Biotechnologie- und Medizintechnikbranche investieren heute verstärkt in Technologien, die bereits wichtige Entwicklungsschritte durchlaufen haben und deren Potenzial wissenschaftlich belegt ist. Genau hier setzt die UMG mit ihrem Technologietransferbüro und dem UMG Accelerator an. Wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich Life Science werden gezielt vorangebracht, damit sie für Unternehmen interessant werden und konkrete nächste Entwicklungsschritte, beispielsweise eine klinische Studie, möglich sind.
Die BAYPAT ergänzt diesen Prozess mit ihrer Expertise im Technologietransfer und ihrem Netzwerk zu Unternehmen und Investoren. Konkret unterstützt sie dabei, geeignete Industriepartner*innen zu identifizieren, Kontakte herzustellen und Kooperationen, Lizenzierungen oder auch Unternehmensgründungen auf den Weg zu bringen.
„Die Gesundheitsindustrie sucht heute zunehmend nach Innovationen, die bereits wesentliche Entwicklungsschritte durchlaufen und ihr Potenzial unter Beweis gestellt haben“, sagt Dr. Robert Phelps, Geschäftsführer der BAYPAT. „Die UMG schafft hierfür entscheidende Voraussetzungen. In Verbindung mit der Kommerzialisierungs- und Partnering-Expertise der BAYPAT entsteht ein integriertes Modell, das vielversprechende akademische Innovationen gezielt auf die nächste Entwicklungsstufe bringt und näher an die Anforderungen der Industrie heranführt. Wir sind überzeugt, dass dieser Ansatz das Potenzial hat, neue Maßstäbe für die Kommerzialisierung akademischer Life-Science-Innovationen zu setzen und als Vorbild für ähnliche Initiativen in Europa zu dienen.“
Innovationen gezielt weiterentwickeln
Die Zusammenarbeit soll den Weg einer Innovation von der ersten wissenschaftlichen Entdeckung bis zur industriellen und klinischen Umsetzung schneller machen. „Indem wir Risiken systematisch reduzieren und Innovationen gezielt weiterentwickeln, schaffen wir kommerziell attraktive Vermögenswerte mit guten Voraussetzungen für Industriepartnerschaften und Investitionen“, sagt Jens Finke, Vorstand Wirtschaftsführung und Administration der UMG. „Die Partnerschaft mit der BAYPAT wird uns dabei unterstützen, diesen Wert weiter zu steigern und die Ergebnisse unserer Forschung noch besser nutzbar zu machen – zum Wohle von Patient*innen weltweit.“
Über BAYPAT
Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung ist die BAYPAT eine der führenden Organisationen für Technologietransfer und Kommerzialisierung in Deutschland. In Zusammenarbeit mit 28 Universitäten und Forschungseinrichtungen ist die BAYPAT darauf spezialisiert, akademische Innovationen durch Kommerzialisierungsstrategien, Lizenzierung, Geschäftsentwicklung, strategische Partnerschaften und Investorenakquise in Industriepartnerschaften umzusetzen. Die BAYPAT unterstützt zwar Innovationen in allen Technologiebereichen, hat jedoch besondere Expertise bei der Kommerzialisierung von Innovationen in den Bereichen Life Sciences und Medizintechnik aufgebaut. Indem die BAYPAT innovationsreife Projekte mit den passenden Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Medizintechnik und Gesundheitswesen zusammenbringt, beschleunigt die Organisation die Umsetzung wissenschaftlicher Spitzenleistungen.
Über die Universitätsmedizin Göttingen (UMG)
Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) vereint im Integrationsmodell die Medizinische Fakultät der Georg-August-Universität und das Universitätsklinikum unter einem Dach. Als einziger Maximalversorger in Südniedersachsen verfügt das Klinikum über rund 1.700 stationäre und teilstationäre Betten. Alle medizinischen Grunddisziplinen und darüber hinaus ein großes Spektrum medizinischer Spezialdisziplinen in Diagnostik und Therapie sind vertreten. Jedes Jahr werden an der UMG rund 55.000 Patient*innen stationär und zirka 270.000 ambulant behandelt. Mit knapp 9.800 Mitarbeitenden ist die UMG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften einer der größten Arbeitgeber in der Region. Etwa 60 Kliniken, Institute und Abteilungen stehen für eine qualitativ hochwertige Patient*innenversorgung, exzellente Forschung, moderne Lehre und innovativen Technologietransfer.
Über ihr Technologietransferbüro und den UMG-Accelerator identifiziert, schützt, entwickelt und beschleunigt die UMG innovative Entdeckungen, die aus ihrer wissenschaftlichen und klinischen Forschung hervorgehen. Indem sie Technologien systematisch zur Marktreife führt und Entwicklungsrisiken reduziert, schafft die UMG partnerfähige Vermögenswerte, die eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Industrie ermöglichen.

Pressekontakt Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Lena Bösch – Unternehmenskommunikation
Von-Siebold-Str. 3
37075 Göttingen
Telefon: +49 551 39-61020
Fax: +49 551 39-61023
E-Mail: presse.medizin@med.uni-goettingen.de
Web: www.umg.eu
Ansprechpartner BAYPAT
Bayerische Patentallianz GmbH (BAYPAT)
Robert Phelps – Geschäftsführer
Prinzregentenstr. 52
80538 München
Telefon: +49 89 5480177-66
E-Mail: rphelps@baypat.de
Web: www.baypat.de
